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Raus aus der Kreidezeit

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JU Reinickendorf will Bildung digitalisieren

Die Junge Union Reinickendorf traf sich mit dem Bundesvorsitzenden des deutschen Start-Up Verbands, Florian Nöll, um über die Digitalisierung der Bildungspolitik zu sprechen. Fazit: Es ist noch ein weiter Weg zur Smart School.

„Etwa 27.000 Reinickendorfer Schüler von heute lernen mit Methoden von Gestern für das Leben von Morgen“, sagte der JU-Vorsitzende Marvin Schulz. „Eine moderne Bildungspolitik ist aber die Grundlage für zukünftigen Wohlstand.Wir müssen darüber sprechen, wie wir aus unseren Schulen mithilfe unserer Smart Phones Smart Schools machen können. Zeitnah werden wir ein Papier vorlegen, indem sich unsere Vorschläge für einen Berliner Bildungsboost wiederfinden.“

In seiner Eingangsrede wünschte sich Florian Nöll von der Politik und den Behörden mehr Mut und weniger Sorgen bei der Digitalisierung der Bildung. Schulen könnten den Schülern bereits heute ermöglichen, mit sogenannten Bioprintern Organe zu drucken und im Unterricht zu untersuchen. Was wie Schiene-Fiction klingt ist in anderen Ländern bereits Realität und führt dazu, dass die Schüler dieser Länder praxisnah auf die Jobs der Zukunft vorbereitet werden. In Deutschland dagegen sähe man eher den bürokratischen Aufwand, den es mit sich bringe, technische Geräte flächendeckend anzuschaffen. Auch der Datenschutz in Deutschland sei veraltet und sollte reformiert werden, so das Fazit des Digitalisierungs-Experten.

Über 40 Gäste waren der Einladung der Jungen Union Reinickendorf gefolgt und drängten sich dicht an dicht in der JU-Lounge in Berlin-Waidmannslust. Darunter waren bei weitem nicht nur Reinickendorfer JU-Mitglieder.
Die Aufgabe der Politik muss es sein, die Digitalisierung der Bildungspolitik voranzutreiben und gleichzeitig die verständlichen Sorgen beim Datenschutz ernst zu nehmen, mahnte eine Reinickendorfer Medienpädagogin, die an der Veranstaltung teilnahm.
Ein Lehrer, der seiner Klasse am nächsten Tag von der Veranstaltung der JU Reinickendorf berichten wollte, wies darauf hin, dass es nicht darum gehen könne, für alle Schüler iPads anzuschaffen. Viel eher solle man seine Anstrengungen darauf verwenden, die Lehrmaterialen zu digitalisieren. Allzu oft seien Schulbücher in ihrer Konzeption noch auf analoges Lernen ausgerichtet.
Insgesamt war man sich in der Runde einig, dass die Digitalisierung in Deutschland noch nicht den Stellenwert hat, der, wegen ihrer Bedeutung für die Gesellschaft, angemessen wäre.
Nach eineinhalb Stunden intensiver Diskussion bedankte sich Marvin Schulz bei seinen Gästen und verabschiedete sie. Abschließend trug sich Florian Nöll noch in das Gästebuch der Jungen Union Reinickendorf mit einer Botschaft ein, die die jungen CDU-Politiker auch als Appell an ihre Arbeit verstehen: Passion never fails.

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