Einen solide Berufsausbildung ist die beste Vorkehrung gegen das Risiko der Arbeitslosigkeit.
Arbeitslosigkeit gefährdet nicht nur unsere sozialen Sicherungssysteme, sondern bedeutet für den
Einzelnen Isolation, Verlust an Selbstwertgefühl und berufliche Dequalifizierung. Daher müssen wir
darum bemüht sein, unser im Ausland hoch angesehenes duales System der Berufsausbildung stets
zu verbessern und den modernen Entwicklungsprozessen anzupassen.
1. Die Globalisierung erfordert eine Neuerung: Englischunterricht sollte als Pflichtfach eingeführt werden. In kaufmännischen Lehrberufen verstärkt Wirtschaftsenglisch.
2. Es müssen zwei verschiedene Deutschkurse angeboten werden, damit effektiver unterrichtet werden kann bzw. jeder einzelne besser gefördert werden kann, d.h.
"Deutsch für Muttersprachler / Abiturienten / Realschüler" und "Deutsch für Hauptschüler / Ausländer mit Sprachschwierigkeiten".
3. Der Unterrichtsrhytmus einiger Fächer von 14 Tagen muss vermieden werden, da dieser Rhythmus den Lerneffekt stark mindert.
4. Der Bereich "Rechtskunde" sollte aus anderen Unterrichtsfächern ausgegliedert und als eigenständiges Fach etabliert werden.
5. Förderung neuer Berufsbilder mit entsprechendem Angebot von Unterrichtsfächern und Lehrkräften. Dadurch werden mittelfristig Arbeitsplätze in neuen Berufsfelder geschaffen.
6. Es ist ein ausreichendes Maß an Lehrkräften und Lehrmitteln sicherzustellen. Ein Rechenzentrum sollte zur Grundausstattung einer jeden Berufsschule gehören. Grundkenntnisse im Bereich Text- und Informationsverarbeitung sollten jedem Berufsschüler vermittelt werden.
7. Ausbildungshemmende Vorschriften müssen weiterabgebaut werden, damit die Anzahl der Ausbildungsbetriebe weiter steigen kann. Die Möglichkeit, einen Ausbildungsverbund zwischen meheren Unternehmen zu bilden, muss stärker gefördert werden.
8. Lehrlinge, die ihre Abschlussprüfung nicht vollständig besthen, sollen arbeitsmarktverwertbare Zeugnisse bzw.Zertifikate erhalten, die die erreichten Qualifikationen bestätigen "Kleiner Gesellenbrief".
9. Der Weg in die Selbstständigkeit muss gefördert werden. Existenzgründungen sind die Voraussetzung dafür, dass Arbeit überhaupt entsteht. Das Meister-BAföG muss ausgeweitet werden und der Zugang zu Gründungs- und Beteiligungskapital erleichtert werden.
10. Wir sind gegen eine Umlagefinanzierung bei Ausbildungsplätzen. Die Unternehmen, die es sich leisten können, würden sich von der Ausbildung junger Lehrlinge freikaufen können. Die durch die Umlagefinanzierung staatlich geschaffenen Ausbildungsplätze sind für uns keine Alternative, da der Kontakt mit dem Betrieb fehlt.
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