1. Arbeitsmarktpolitik: Kern einer erfolgreichen Aebeitsmarktpolitik ist eine gute Finanz- und Wirtschaftspolitik. Deshalb darf das Ziel, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, kein bloßes Lippenbekenntnis sein, sondern vielmehr alle Bereiche der Politik müssen ihren Teil dazu beitragen.
Schließlich muss es darum gehen, Arbeitsplätze und nicht die Arbeitslodsigkeit zu finanzieren.
2. Steuerreform: Arbeitsplätze werden nur durch Unternehmen geschaffen, die nur dann in Deutschland investieren, wenn es sich für sie dauerhaft rentiert. Dafür müssen die Unternehmen einen deutlichen steuerlichen Anreiz erhalten, was vor allem eine Entlastung bei der Unternehmenssteuer voraussetzt.
3. Sozialsystem: Unsere Sozialsysteme sind der demagografischen und weltwirtschaftlichen Entwicklung nicht mehr gewachsen und müssen reformiert werden. Die Lohnnebenkosten müssen gesenkt werden, damit der Faktor Arbeit in der globalisierten Welt wieder konkurrenzfähig ist. Ferner muss der zunehmende Sozialmissbrauch entschlossen bekämpft werden.
4. Generationsvertrag: Der Generationsvertrag kann nicht nur bedeuten, dass die junge Generation unsere älteren Mitbürger versorgt. Vielmehr dürfen auch die Kosten der Altersversorgung nicht zu einer erdrückenden Last werden.
5. Arbeitslosigkeit: Die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland belastet nicht nur die Staatskassen und die Sozialsysteme, sie ist auch ein mentales Problem für viele Arbeitslose. Gerade Langzeitarbeitslosen muss ein echter Anreiz gegeben werden, sich wieder in der Arbeitswelt inzuleben. Die Möglichkeiten von Umschulungen und Qualifizierungen müssen ausgebaut werden, damit man in einer sich rasch verändernden Welt nicht dauerhaft den Anschluss verliert.
6. Jugendarbeitslosigkeit: Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland muss entschlossen bekämpft werden. Gerade der Start ins Berufsleben darf nicht zu einem frustrierenden Ereignis werden. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass der Jugend eine bestmögliche Berufsausbildung zur Verfügung steht, um sie für den Arbeitsmarkt unentberlich zu machen. Schulabgänger mit einem schwachen Schulabschluss müssen dabei verstärkt die Möglichkeit einer Ausbildungsvorbereitung nutzen können.
7. Ausbildungsplätze: Ausbildungsplätze sind wichtig. Dennoch ist es falsch, durch eine Ausbildungsabgabe eine realitätsfremde Beschäftigung ohne Chance auf Weiterbeschäftigung erzwingen zu wollen. Vielmmehr muss man der Wirtschaft einen positiven Anreiz zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze bieten. Hilfreich wäre dazu die Reduzierung auf nur einen Berufsschultag in manchen Branchen. Ferner müssen mehr moderne Ausbildungsberufe geschaffen werden.
8. Studium: Das Studium wird in der heutigen Wissensgesellschaft immer bedeutender und schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze. Folglich müssen die Hochschulen finanziell und personell gestärkt werden, aber gleichzeitig auch mehr Selbstautonomie und Wettbewerb untereinander erhalten. Schließlich braucht der Arbeitsmarkt nicht nur Quantität, sondern auch Qualität.
9. Selbstständige: Gerade junge Menschen haben Ideen und die Energie, auf eigenen Beinen zu stehen. Doch oftmals fehlen ihnen die finanziellen Möglichkeiten dazu. Der Staat muss ihnen verstärkt mit Rat und Tat zur Seite stehen, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Ferner müssen staatliche Regulierungen gelockert und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, um eine Gründerwelle nicht in Bürokratie zu ersticken.
10. Zukunft: Die Welt ändert sich immer schneller und auch die deutsche Arbeitsmarktpolitik muss sich daran orientieren. Es wird normal werden, mehrere Berufe im Laufe seines Arbeitslebens auszuüben. Doch um Konkurrenzfähigkeit dauerhaft zu erhalten, müssen dazu die Arbeitszeiten flexibler werden und neue Formen der Arbeit müssen entwickelt und ausgebaut werden, wie es mit der Teilzeitarbeit bereits ansatzweise geschehen ist.
|
|
|