Gemeinsam gegen die NPD
JU und CDU nehmen an gemeinsamer Demonstration gegen den NPD-Bundesparteitag im Fontane-Haus teil

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg dem NPD-Bundesverbande erlaubt hatte, ihren Parteitag im Veranstaltungszentrum Fontane Haus im Märkischen Viertel durchführen, haben sich am Samstag, dem 11. November 2006 um 11:00 Uhr zahlreiche Bürger versammelt und vor dem Fontane Haus demonstriert. Alle Parteien, die im Abgeordnetenhaus vertreten sind, hatten dazu aufgerufen, ein Zeichen gegen die rechtsextreme NPD zu setzen.

Trotz Regen und eisiger Temperaturen kamen zahlreiche Bürger, Vertreter der Parteien, Gewerkschafter und kirchliche Gruppen, die nicht tatenlos dem braunen Virus das Feld überlassen wollen.

Neben der Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU) hielten auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Friedbert Pflüger, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gideon Joffe und Vertreter der anderen demokratischen Parteien eine kurze Rede. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit aber hielt es nicht für notwendig zu erscheinen, obwohl inzwischen in fünf Bezirksverordnetenversammlungen rechtsextreme Parteien sitzen.

Für etwa 2 Stunden harrten die Demonstranten im Regen aus und bildeten nicht nur mit den zahlreichen Regenschirmen eine gemeinsamen Schutz sondern ließen alle Missstimmigkeiten beiseite und richteten sich gemeinsam gegen die etwa 600 Gäste und Delegierte der NPD.

Mit dieser Aktion haben die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer gezeigt, dass unser Bezirk keine Brutstätte undemokratischer Auswüchse ist. Bei den vergangenen Wahlen am 17. September 2006 haben weder linksextreme noch rechtsextreme Parteien den Einzug in das Reinickendorfer Bezirksparlament geschafft.

Anna Kramlinger, 12.11.2006
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