Flüchtlingsheime der Reinickendorfer Bevölkerung zur Verfügung stellen

Die Junge Union Reinickendorf nimmt Stellung zu den neusten Medienberichten, nach denen der Senat in Reinickendorf weitere Flüchtlingsheime bauen will.

„Durch fehlende Bürgerbeteiligung in der Standortauswahl ist die Akzeptanz für derartige Bauten bereits gefährdet. Es ist nicht abzusehen, wie die Flüchtlingssituation im Jahr 2021, also bei Fertigstellung der Gebäude, aussehen wird. Sollte der Senat dennoch darauf drängen, am Paracelsus Bad oder in der Cité Foch zu bauen, fordern wir vorab die Zusage, dass das Gebäude auch wohnungssuchenden Reinickendorfern zur Verfügung stehen wird. Der Berliner Wohnungsmarkt befindet sich in einer katastrophalen Lage und wir müssen klug managen, um die angespannte Situation zu verbessern“, sagt der JU-Vorsitzende Marvin Schulz.

Die Junge Union Reinickendorf bezieht sich damit auf einen Vorschlag, den sie bereits in der vergangenen Woche öffentlich zur Diskussion gestellt hat. Nach dem Wunsch der jungen Unionspolitiker sollen leerstehende Flüchtlingsheime wie im Senftenberger Ring 37/39 jungen Erwachsenen und Familien auf Wohnungssuche zugänglich gemacht werden. Im Märkischen Viertel steht seit einem halben Jahr eine Flüchtlingsunterkunft leer, die in 1-4 Zimmer-Wohnungen Platz für bis zu 435 Menschen böte. In einer ersten Reaktion des Senats wurde diese Idee zwar als „nicht zielführend“ bezeichnet. Wenige Tage darauf wurden von Seiten des Senats aber ähnliche Vorschläge öffentlich vorgetragen. Die Junge Union kritisierte daraufhin das inkonsequente Durcheinander.

"Man wird sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, mit der Ablehnung unseres Vorschlags eine politische Entscheidung getroffen zu haben. Unsere Bewegung hat an parteipolitischem Taktieren allerdings kein Interesse, uns geht es darum, konkrete Probleme zu lösen. Letztlich bleiben wir dabei: Leerstehende Gebäude, die Platz für mehrere Hundert Personen bieten, nicht dem Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen, ist eine vertane Chance.“, fasste der Geschäftsführer der Jungen Union, Niklas Graßelt, die Situation auf Nachfrage hin zusammen.

Um einen solch chaotischen Zustand, wie er aktuell im Märkischen Viertel vorzufinden ist, zu vermeiden, drängt die Junge Union Reinickendorf nun darauf, die Heime bereits im Vorfeld und rechtssicher unter der Vorgabe zu errichten, sie auch anderen Bevölkerungsgruppen zur Verfügung zu stellen. Konkret fordert sie die Zusage, dass sowohl das Flüchtlingsheim am Paracelsus Bad, als auch das in der Cité Foch im Bedarfsfall jungen Erwachsenen oder Familien aus Reinickendorf zugänglich gemacht wird.

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